Geschichte von Roßholzen und dem Moarhof


Der erste Kirchenbau in Roßholzen – dem ältesten Ortsteil des Samerbergs - liegt vor 788 n. Chr. Errichtet wurde die Kirche auf einer Roßwiese, was bedeutet, dass in der Nähe schon Bauern gewesen sein müssen. Das nächste Mal urkundlich erwähnt wird Roßholzen 1363 als Hinrich von Zaisering neun Güter, darunter auch den Moarhof, dem Pfarrhof Prutting vermachte.

Somit geht die Geschichte des Moarhofs bis in Jahr 1363 zurück. 1671 verfügte der Hof über 3 Rösser, 1 Fohlen, 8 Kühe, 4 Jungrinder, 4 Ziehkälber sowie 5 Schafe.

1848 brannte der Hof bis auf die Grundmauern nieder und wurde von Josef Strein in seiner heutigen Form wieder aufgebaut. Bis auf eine kleine Renovierung des Stalls in den 1960er Jahren hat sich die Struktur des Hofes in den letzten 164 Jahren nicht mehr verändert. Herzstück ist die historische Tenne, deren Zimmermanns-Konstruktion sich noch im Originalzustand befindet. Bis zu ihrem Tode 2005 war Elisabeth Strein die Bäuerin am Hof. Sie war unverheiratet und bewirtschaftete den Hof über 30 Jahre mit dem Knecht Josef Maier – dem Moar Sepp. Dieser lebte und arbeitete über 70 Jahre auf dem Hof bevor er im Juli 2010 im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Vor seinem Tod unterstützte er Simone und Wolfgang Kuffner mit wertvollen Ratschlägen zum Wesen und Charakter des Moarhofs, was dazu beigetragen hat, dass die Familie Kuffner sich im Mai 2010 zum Kauf entschied und den Moarhof renovierte.