Denkmalschutzmedaille 2014 für den Moarhof


Denkmalschutzmedaille
Denkmalschutzmedaille 2014 für den Moarhof (v. l.): Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Wolfgang und Simone Kuffner mit ihrem Sohn Benedikt.


Abendschau-Beitrag zur Denkmalschutzmedaille für den Moarhof.


„Eine große Ehre wurde dem Moarhof am Samerberg gestern im Landesamt für Denkmalpflege in München zuteil. Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zeichnete die „Moarhof-Leit“ von Roßholzen, Simone und Wolfgang Kuffner, zusammen mit ihrem Sohn Benedikt mit der Denkmalschutzmedaille 2014 des Freistaates Bayern aus.

Getreu dem Zitat von Altbundespräsident Richard von Weizsäcker: „Denkmalpflege betreiben wir als Dank an die Vergangenheit, aus Liebe zur Gegenwart und als Geschenk für die Zukunft“ nahmen sich die Beiden 2011 des stark renovierungsbedürftigen „Moarhof“ an und stellten diesen – abgesehen von kleinen Veränderungen im Stall- und Tennenbereich – wieder in seinem Originalzustand aus dem Jahre 1848 her. Die Bauzeit betrug knapp 18 Monate.

Besonders die Revitalisierung der historischen Tenne mit ihrer markanten Holzkonstruktion („Chiemgauer Knoten“) wurde lobenswert hervorgehoben. In der Laudatio heißt es unter anderem „Das hölzerne Tragwerk wurde freigelegt, mit einer Stahl-Glas-Haut umbaut und anschließend mit Holzlamellen verschalt.

Äußerlich wirkt die Tenne dadurch nahezu unverändert; diese Konstruktion aber ermöglicht erst die Nutzung des Wirtschaftsteils als Veranstaltungsraum und gibt noch dazu den Blick auf die Chiemgauer Alpen frei.“ Neben der Denkmalfachlichen Beratung durch Alois Juraschek und Christoph Scholter waren der leitende Architekt Karl Schnitzer und das Ingenieurbüro Brandl und Eltschig (alle Freising) für die Instandsetzung des Moarhof verantwortlich.

Nach der Verleihung sagten Simone und Wolfgang Kuffner: „Wir freuen uns sehr über diese ehrenvolle Auszeichnung – aber noch vielmehr darüber, unsere Gäste in diesen geschichtsträchtigen und von einer besonderen Atmosphäre umgebenen Räumlichkeiten begeistern zu dürfen.“